Santa Lucia

Galerie der Gespräche

Situation 24: Nicholas Mockridge und Leif Randt

  

Leif Randts Roman „Planet Magnon“ gehört vom Start weg zu den großen deutschen Science-Fiction-Romanen, das liegt vor allem an der sagenhaft originalen Sprache Randts, die Erinnerungen an die Sprache von Arkadi und Boris Strugatzki und Stanislaw Lem weckt.

„Planet Magnon“ ist eine intensive, zugleich distanzierte Meditation über Immanuel Kant und die in der Debatte ums Anthropozän formulierte Utopie, wonach sich die Menschheit zusammenraufen muss, um gemeinsam, staaten- und ideologieübergreifend den Planeten zu retten. In „Planet Magnon“, dessen Geschichte in einer fernen Galaxie spielt, wacht eine künstliche Intelligenz, Actual Sanity, über die Geschicke der Menschen – eine weise Computerintelligenz im Dienste der Menschheit.

Doch diese an Robert A. Heinleins Zukunftsgesellschaft in „Starship Troopers“ erinnernde Idylle zeigt Risse. Terroristische Anschläge einer Gruppe mit dem Namen „Kollektiv der gebrochenen Herzen“ bringen das Equilibrium aus der Balance.

Seit Rainer Werner Fassbinders „Welt am Draht“ hat es keinen nennenswerten deutschen Science-Fiction-Film mehr gegeben. Der in Berlin lebende italo-kanadische Regisseur Nicholas Mockridge hat die Filmrechte an Randts Roman erworben und steht nun vor der Aufgabe, eine geniale Schriftsprache in eine ebenso geniale Bildsprache zu transformieren. Nicholas Mockridge ist Teil des Künstlerkollektivs Like A Wild Beasts’s Fur (LAWBF), das Musik, Film, Kunst und Dramaturgie in immer neuen Projekten und Performances zu vereinen versucht.

Ein Gespräch mit Max Dax über die Aktualität der Zukunft und über die Möglichkeiten einer Übersetzung. rsvp: mail@santa-lucia.gallery

Situation 23: Jonathan Bragdon

  

The Amsterdam-based American artist Jonathan Bragdon was an associate of the Arts Laboratory, Drury Lane, London, from October 1967 to May 1969. Among his activities was the “Info Lab”, a bi-weekly series of one-hour events. For each event, one person was invited to explain his or her work, and the story of how they had come to be doing it. Persons were included from diverse pursuits, such as computer science, film, poetry, politics, and “revolutionary” activism. The audience was instructed to interrupt with skeptical questions and brief comments at any time, creating a situation in which a person was putting themselves together, while they were being taken apart. His later “Single Art Work” project, from 1987 to 2006, was similar, with an artist being invited to bring one of his or her works to an evening with 10 people. In these SAW events, though, conversation was to serve as a shared antenna to the artwork, not an analytical machine.

However, from 1961 to the present day, drawing has been Bragdon’s single fanatical pursuit, in an attempt to save his soul. In 2016, a retrospective of his work was held at the Kunstmuseum, Appenzell, and accompanying it, the book “DASEIN/BEING HERE” was published by Gerhard Steidl, Göttingen.

On March 1, 7 pm, Jonathan Bragdon will revisit his own past in conversation with Max Dax at Santa Lucia Galerie der Gespräche in Berlin. In addition, they will talk about two of Jonathan Bragdon’s current drawings and his exhibition “The Path” at Galerie Aurel Scheibler (January 1 – March 18, 2017), Schöneberger Ufer 71, 10785 Berlin.

Situation 22: DJ Hell

  

DJ Hell, der im Frühjahr sein spektakuläres neues Album „Zukunftsmusik“ veröffentlichen wird, ist am Freitag, dem 24. Februar 2017 zu Gast in der Galerie der Gespräche. Bereits zu Weihnachten veröffentlichte DJ Hell die erste Single aus dem Album, „I Want You“. Das dazugehörige Video basiert auf den Zeichnungen von Tom of Finland: Es gibt auch eine XXX-Version des Videos.

In einem Vorgespräch zur Situation 22 bezeichnete DJ Hell sein neues Album als „Hommage an die Gay-Kultur, die mit Disco, House, Frankie Goes to Hollywood und Techno als Nukleus der Clubkultur anzusehen ist. Die Clubkultur, wie wir sie heute kennen, basiert im Kern auf der Gay-House-Kultur, die Gary Levane im Chicagoer Warehouse erfand und von Ron Hardy in der New Yorker Paradise Garage parallel weiterführte.“

Kennengelernt haben sich DJ Hell und Max Dax, der das Gespräch führen wird, 1991 in München. Hell zierte zehn Jahre später das Cover der achten Ausgabe der Interview-Zeitschrift ALERT, von der zur Situation 22 einige Restexemplare exklusiv in der Galerie erhältlich sein werden.

Zur Situation 22 wird DJ Hell erstmals mit seiner neuen Single „Cars, Cars, Cars“ die Galerie der Gespräche von innen ausbeulen.

© 2017 by Robert Defcon, Labor Defcon und Santa Lucia Galerie der Gespräche

Situation 21: Andreas Spechtl

  

Situation 21 präsentiert „Futur II“, ein intertextuelles Cut-up-Buch der Wien-Berliner Band Ja, Panik, das soeben im Berliner Verbrecher-Verlag erschienen ist.

Max Dax wird mit Andreas Spechtl, dem Sänger und Texter der Band, sprechen – über konkrete Poesie, Copy&Paste, die Collage, das Cut-up, über Dylans Literaturnobelpreis, über „Diebstahl aus Liebe“. 

Das Buch ist direkt beim Verbrecher Verlag bestellbar.

Situation 20: raster-noton Julklapp

  

Situation 19: Thomas Scheibitz

  

Seit 2006 betreibt der Maler und Bildhauer Thomas Scheibitz gemeinsam mit Karsten Heller und Thomas Müller den Verlag DIAMONDPAPER, in welchem er in unregelmäßigen Abständen aufwändige und haptisch exorbitant schön gestaltete Künstlerbücher/Kataloge veröffentlicht.

Thomas Scheibitz beteiligt sich mit diesen Publikationen diskursiv an der seit Jahren laufenden Debatte um die Zukunft der (gedruckten) Zeitschrift und von Archiven im digitalen Zeitalter.

Anlässlich seines Gesprächs mit Max Dax am 12. Oktober in der Santa Lucia Galerie der Gespräche veröffentlicht Thomas Scheibitz ein neues Künstlerbuch mit dem Titel „texte, notizen, szenarien“, in welchem er sich erstmals theoretisch mit den Einflüssen seiner Kunst auseinandersetzt. „Texte, Notizen, Skizzen“ ist eine Sammlung seiner über die Jahre geschriebenen Essays, Artikel und sonstigen Texte, ergänzt um – wie der Titel es bereits andeutet – Notizen und Skizzen. Dem Künstlerbuch vorangestellt ist ein Gespräch von Max Dax mit Thomas Scheibitz, auf das am Abend in der Galerie Bezug genommen wird, außerdem liegt dem Katalog ein Faksimile des Plakats zur Situation 19 bei.

Max Dax: „texte, notizen, szenarien“ ist ein Cut-up, eine Sammlung von Ideen, Skizzen, Fragmenten — und entsprechend hat es das Potenzial, wirklich einen Prozess abzubilden. Auch wenn alles — dankenswerterweise möchte ich fast sagen — mangels Erklärungen abstrakt bleibt. Bist du ein Sammler? Ich sehe kaum Zeitschriften in deinem Atelier, aber wer Zeitschriften macht, sammelt für gewöhnlich auch Magazine.

Thomas Scheibitz: Ich bin Zeitschriftensammler. Ich sammele überhaupt Vieles. Vor allem aber Abbildungen.

Max Dax: Ist „texte, notizen, szenarien“ für dich ein Atlas im Sinne Gerhard Richters?

Thomas Scheibitz: Der Atlas oder der Atlantenbegriff ist natürlich fast schon einmal so etwas wie eine Selbstverständlichkeit für jemanden, der sich mit Abbildungen, mit Nachahmungen, mit Nachfolge oder mit Ähnlichkeiten in der Ikonografie beschäftigt. Das Sammeln von Abbildungen ist elementar. Man fährt entweder, um ein Beispiel zu nennen, selbst zu den Wasserfällen und schießt dort ein Foto — oder man schneidet sich ein Foto vom Wasserfall aus der Zeitung. Durch die große Menge an Informationen, die wir versuchen in kürzester Zeit zu filtern oder auf den Tisch zu legen, sind wir angewiesen auf eine Zulieferung, einen Zugriff auf eine Art von Referenzarchiv, das wir uns anlegen. Gerhard Richters Begriff vom Atlas trifft auf mich allerdings konkret nicht zu. Er ist ein geschätzter Künstler, der sich im Gegensatz zu mir mit der Nachahmung beschäftigt — während ich jemand bin, der sich eher mit der Nachfolge von Abbildungen befasst. Ich kann nicht ein einziges Motiv, das ich ausgeschnitten, fotografiert oder gesammelt habe, direkt verwenden. Sondern ich muss es in mehreren Schichten übersetzen. Und damit ändert sich eine Sammlung, die für mich einen Sinn ergibt, schon einmal fundamental.

Max Dax: „texte, notizen, szenarien“ kommt in der Tat fast ohne Abbildungen aus…

Thomas Scheibitz: …zum ersten Mal ist eines meiner Hefte ein Lese- oder besser gesagt: ein Textbuch.

Das Interview ist ein Auszug aus aus „texte, notizen, szenarien“. Der Titel kann direkt beim Diamondpaper Verlag bestellt werden.

Situation 19

  

Ben de Biels Foto zeigt die acht bisher erschienenen Ausgaben von Thomas Scheibitz’ Diamondpaper-Künstlerbüchern. Anlässlich von Situation 19 veröffentlichte Scheibitz den achten Band „texte, notizen, szenarien“ mit einem Vorwort-Interview von Max Dax.

Situation 18: Nora Lawrence

  

1933 veröffentlichte der japanische Schriftsteller Tanizaki Jun’ichirō ein langes literarisches Essay mit dem Titel „Lob des Schattens“, in welchem er das Wesen des Schattens in der traditionellen japanischen Architektur betrachtet. Er beschreibt darin, wie das Zwielicht das Magische in den Dingen hervorhebt. Wie die weiß gefärbten Masken des Nō-Theaters im Dunkel der Bühne überirdisch, geisterhaft, ätherisch werden. Es gibt eine Tradition japanischer Rollbilder, die im Halbdunkel einer Wandnische betrachtet werden müssen, da sie im Hellen ihr schimmerndes dunkles Strahlen nicht entfalten.  

„Iwans Kindheit“ ist ein Film von Andrej Tarkowskij aus dem Jahr 1962. Spektakulär in seiner stillen Lyrik ist eine längere Kamerafahrt, die nur Baumkronen zeigt. In seinem Buch „Die versiegelte Zeit“ entwirft Tarkowskij eine spirituelle Philosophie, die Begriffe wie Zeit, filmische Poetik und die Aufgabe des Künstlers als Diener einer Gesellschaft entwickelt. In einem Interview aus dem Jahr 1984 („The Twentieth Century and the Artist“) sagt er, dass der lyrische Künstler nicht experimentiert oder sucht, sondern er findet – im unermüdlichen Ringen um die grundlegenden Fragen im Kontext von Mystik und Kunst.

Nora Lawrence, die in der Galerie Santa Lucia im Rahmen ihrer Video-Installation „Distraktion Invers“ Lichtschatten, Zwielicht und vorbeiziehende Bäume im Morgengrauen an die grau gestrichenen Wände wirft, nennt die Filme Andrej Tarkowskijs als den Ausgangspunkt ihres Interesses am Film.

Nora Lawrence: „Die wärmende graue Dunkelheit bringt das Geheimnis viel eher zum Leuchten als das Weiß, welches die Wahrheit verdeckt. Mich interessiert Licht als Präsenz. Mich interessiert, wann das Licht – analog zu Musik – Räume eröffnet, in denen neue Bewusstseinszustände möglich werden.“

Situation 17: 20 Jahre raster-noton

  

Max Dax: The label “raster-noton. archiv für ton und nichtton” has existed for exactly 20 years now. When you started in 1996, why did you emphasize the term “archive”?

Carsten Nicolai: First of all, it was a high-brow statement not to call a newly founded label a “label”, but an “archive” instead. We expected raster-noton to be around for a while, so eventually there would also be an archive.

Olaf Bender: It was a positive statement of intent.

Carsten Nicolai: And at the same time, it was about “ton”, meaning “sound”. So in the broadest sense, it was about sounds; it wasn’t just about music. We wanted to generate an open field. And if you look at the label’s catalog numbers today, you’ll find many entries that aren’t music at all, but posters, books, objects, t-shirts or photo documents.

Max Dax: That’s reminiscent of Factory Records in Manchester, where everything received its own catalog number – even the label’s office cat.

Carsten Nicolai: I didn’t know about the cat.

Max Dax: The cat was given the catalog number #191.

Carsten Nicolai: Factory, of course, was a point of reference. And once raster-noton had already been around for some years, we watched the film “24 Hour Party People” together. There’s this famous scene where Peter Saville finally shows up with the finished tickets the morning before the big opening of the Haçienda – and everybody is looking at him, and someone says, “Well, we’ve actually been selling these tickets for two months already”. When Olaf and I saw that scene, we had to grin.

Olaf Bender: And what I also liked, of course, was the story of the first big New Order hit, “Blue Monday”. The cover was so expensive that it ate up all the label’s profits. That was exactly our “business concept” – between the intention and the calculation.

Carsten Nicolai: Because that has constantly been our experience.

Olaf Bender: There are indeed some amazing similarities. Not forgetting Peter Saville himself: the design for Factory was simply and consistently good. It was simultaneously classic and modern in equal measure.

Carsten Nicolai: Peter Saville had the same references as we had, people like Jan Tschichold or the Russian constructivists. And you also mustn’t forget the extent to which we, coming from the East, were frozen in time. In the daily life of the GDR, Tschichold was something like the last true update of typographic aesthetics. David Carson didn’t interest us. Our environment and our Eastern makeshift packaging were much more fascinating. We grew up with that stuff. Many things at raster-noton refer typographically to the aesthetics of the GDR. You only needed to dig out one of our old school exercise books – and we had a perfect cover. Unlike us, Peter Saville had the choice between Tschichold, Malewitsch and all the others. Our everyday existence was the Bauhaus. There was a Wagenfeld teapot in every household. We didn’t even recognize it as special design; for us it was simply everyday life in East Germany. We sampled all that for a long time without even being aware of it; it was more like in our DNA. Obviously, we connect a part of our identity with that design. The three of us, Frank, Olaf and I, once had a band called Signal. For the titles of our tracks, we only chose old brand names from the East: Ermafa, Naplafa, Datasette, Malimo – Robotron was the most best known among them. What all those names had in common was that they felt anonymous and sterile; they were like artificial words. Yet by looking at those names, people could draw conclusions about our origins.

Interview excerpt taken from “raster-noton Sourcebook”, due to be released in Spring 2017 on raster-noton.

 

Situation 16: Stefan Roloff

  

Stefan Roloff bewegt sich im verminten Grenzgebiet zwischen Videokunst, Journalismus und Psychologie – seine permanente Installation „Lindenhotel“ in der Gedenkstätte Lindenstraße für die Opfer politischer Gewalt im 20. Jahrhundert besteht aus vier Filmen, die in vier Zellen als Endlosschlaufe gezeigt werden. Roloff hat mit ehemaligen Inhaftierten gesprochen, diese Gespräche aufgenommen und lässt so die Schicksale der politischen Gefangenen der Stasi nicht der Vergessenheit anheim fallen.

In Mathias Döpfners Villa Schöningen ist seine permanente Installation „Das Leben im Todesstreifen“ zu besichtigen, die Filmaufnahmen des Todesstreifens an der Berliner Mauer in ein nachgebautes geschmacklos gemütliches deutsches Wohnzimmer einbettet.

Wir kennen Roloff aber auch aus pop-kulturellen Zusammenhängen – so drehte er, von Peter Gabriel produziert, einst das Video „The Face“ für die Band Suicide mit Alan Vega (R.I.P.), das als direkter Vorläufer von Peter Gabriels berühmten „Sledgehammer“-Video gilt.

Erst kürzlich stellte Stefan Roloff in der Galerie Deschler das Modell für das Monument „Arche O Platz“ vor, das das „Haus der 28 Türen“ auf dem Oranienplatz ersetzen wird, das 2014 einem neonazistischen Brandanschlag zum Opfer fiel. Das neue Gebäude ist aus Beton und hat die Form eines Schiffes. 

Situation 15: Marianne Eigenheer

  

Situation 14: Uwe Jäntsch

  

Die Vucciria, das einst prächtige Bankenviertel von Siziliens Hauptstadt, bröckelt schon lange einer fernen, gentrifizierten Zukunft entgegen. Halb verfallene mittelalterliche Palazzi trotzen tagsüber der Hitze, während die mit schwarzen Lavasteinen gepflasterten Gassen selbst nachts noch glühen. Auf der zentralen Piazza Garraffello, ein kleiner Platz mit einem uralten Brunnen und zugleich der Ort, an dem 1624 die Pest in Palermo ausbrach, arbeitet der Österreicher Uwe Jäntsch seit fast auf den Tag genau 17 Jahren an einer sozialen Skulptur immensen Ausmaßes.

Während die Fassaden der Palazzi in sich zusammenstürzen und deren Innenleben wie Puppenhäuser sichtbar werden, mauert die Stadtregierung die Piazza mit Ytongsteinen einfach zu. In dieser apokalyptischen Kulisse malt Uwe Jäntsch die nicht einsetzen wollende Gentrifizierung ganz nach seinem eigenen Geschmack: In riesigen Lettern steht auf die Mauern der Paläste geschrieben: UWE TI AMA (UWE LIEBT DICH) oder: BANCA NAZION oder: ESSO oder: DUREX.

Seine Arbeiten sind der schönste vorstellbare Vandalismus (man kann ihnen nur vorwerfen, dass sie niemals die totalen kriminellen Dimensionen des Vandalismus der palermitanischen Stadtverwaltung erreichen, die ein ganzes historisches Stadtzentrum verfallen lässt). In diesem Sinne bewegt sich Uwe Jäntsch in der Tradition von Joseph Beuys und Christoph Schlingensief.

Situation 13: Peter Zinovieff

  

Situation 12: In Dialogue

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Situation 11: Lukas Germann

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In Kooperation mit dem Diaphanes Verlag Zürich stellt der Schweizer Filmtheoretiker Lukas Germann im Gespräch mit Max Dax sein neues Buch „Die Wirklichkeit als Möglichkeit“ vor.

Auf über 500 Seiten knüpft er rhizomatisch Bezüge zwischen Filmen, die das Kino vorangebracht haben und ihrem revolutionären politischen, psychologischen wie ästhetischen Potenzial.

Wir werden am Sonntag über jene unserer Lieblingsfilme sprechen, die auch im Buch behandelt werden.

Situation 10: Igor Levit im Gespräch mit Robert Defcon

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Im Rahmen der situation 10 werden Igor Levit, „einer der großen Pianisten dieses Jahrhunderts“ (FAZ) und Robert Defcon, dessen radikal-politische Musik- und Videoarbeiten eine Neudefinition des Protestsongs einfordern, über das politische Lied im Angesicht einer aus den Fugen geratenen Welt diskutieren.

Die Konstellation Levit/Defcon ist ein klassisches Ergebnis dessen, was Hans Ulrich Obrist als „reality production“ bezeichnet: Beide trafen sich am 1. Mai im Rahmen des Brutally Early Clubs (gemeinsam mit Obrist) zum ersten Mal in der Galerie der Gespräche, und klar war bald, dass ihr Dialog über die Möglichkeiten, die Arbeit und Klarheit im politischen Lied unbedingt vor Publikum weitergeführt werden muss.

Situation #10 wird von Max Dax moderiert, außerdem wird der 25-minütige Film „We Are Anonymous — An American Suite“ von Robert Defcon gezeigt.

Situation 10

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We are anonymous: Robert Defcon (l), Igor Levit (m) und Max Dax (r) diskutieren das Thema des Gemeinschaftsgefühls im politischen Lied am Beispiel von Frederic Rzewskis „People United Will Never Be Defeated“. Foto: © 2016 Rock Strongo

Situation 10: Igor Levits Klavier wird angeliefert

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Photos: @ 2016 Max Dax, no use without written permission

Oscillator 1 : “We Are Anonymous — An American Suite“

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A still from Oscillator 1’s haunting video piece “We Are Anonymous – An American Suite” as part of situation 10.

Situation 6.2

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Situation 9

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Lola Göller und Max Dax live auf Flux.FM

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Jan Kage (l), Lola Göller (m) und Max Dax (r) auf der Terrasse des Radiosenders Flux.FM. Foto: © 2016 by Diana Hagenberg.

Am 19. Mai waren Lola Göller und Max Dax aus Anlass von Lola Göllers Ausstellung CAUSA VON TÄNES PLANPLATZ in der Galerie Santa Lucia zu Gast bei Jan Kage / Radio Arty auf Flux.FM.

Situation 6.1

  Situation 6_Lola Goeller_talk_Poster

Situation 8

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Situation 7

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Installation views of Causa von Tänes Planplatz

  „Causa von Tänes Planplatz“ von Lola Göller

  „Causa von Tänes Planplatz“ von Lola Göller

  „Causa von Tänes Planplatz“ von Lola Göller

  „Causa von Tänes Planplatz“ von Lola Göller

  „Causa von Tänes Planplatz“ von Lola Göller

  „Causa von Tänes Planplatz“ von Lola Göller

All installation views of Lola Göller’s exhibition Causa von Tänes Planplatz © 2016 by Galerie Santa Lucia / Elena Panouli.

Situation 6

  Situation 6_Lola Goeller_Poster

Situation 5

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Situation 4

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Situation 3

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