Santa Lucia

Galerie der Gespräche

Situation 52: Arto Lindsay live at Urban Spree

  

Arto Lindsay ist einer der großen Legenden der New Yorker No Wave. Arto Lindsay is one of the greatest musicians of all time. Seit den späten Siebzigerjahren hat er mit Bands wie DNA, The Golden Palominos oder John Lurie’s Lounge Lizards Musikgeschichte im Leftfield der No-Wave-Noise New Yorks geschrieben hat, bevor er 1997 eine unfassbare Reihe von Soloalben veröffentlichte, auf denen er die Samba- und Bossa-Nova-Musik Brasiliens dekonstruierte.

Kristof Schreuf legte als Sänger und Texter der Band Kolossale Jugend das Fundament für das, was heute als Hamburger Schule oder Diskurspop bezeichnet wird. In seinen Texten nahm er auf die abstrakte Poesie Georg Trakls bezug, er erfand die deutschsprachige Popmusik im Alleingang neu. Erst nach seinem Song „Bastard“, enthalten auf „Heile, Heile Boches“, dem Debütalbum der Kolossalen Jugend, wagten sich Bands wie Blumfeld, Cpt. Kirk & oder Tocotronic aus der Deckung. Auf seinem ersten, 2010 auf Daniel Richters Buback-Label erschienenen Album „Bourgeois With Guitar“ kombiniert Schreuf modular Melodien und Texte Dritter, so dass zuvor nie gehörte Hybride entstehen. Zur Melodie von „The End“ von den Doors singt Schreuf etwa den Text von „Search and Destroy“ von den Stooges, aber die Musik klingt wie Charles Mingus, wäe er ein Folk-Musiker.

GET YOUR TICKETS HERE:
https://urbanspree.stager.de/Urban%20Spree/tickets
MORE INFOS:
https://www.urbanspree.com/ev…/arto-lindsay-kristof-schreuf/

COST: €16 + €1 FEE
ORGANIZER: GALERIE SANTA LUCIA + URBAN SPREE
ADDRESS: URBAN SPREE, REVALER STRASSE 99 (WARSCHAUER STR. X REVALER STR.), BERLIN

Situation 54: Hyper! Talk mit Albert Oehlen

  

Am 27. Mai 2019 interviewen Max Dax und Hans Ulrich Obrist im Rahmen der Ausstellung HYPER! A JOURNEY INTO ART AND MUSIC gemeinsam Albert Oehlen. In dem Gespräch wird es um Berührungspunkte und Differenzen zwischen den Welten der bildenden Kunst und der Musik gehen.

Achtung, es handelt sich um eine exterritoriale Situation: Der Hyper!-Talk findet im Foyer der Deichtorhallen Hamburg statt, nicht in der Santa Lucia Galerie der Gespräche in Berlin.

Situation 53: Hyper! Talk mit Hans Ulrich Obrist u.a.

  

Am 25. Mai 2019 interviewen Max Dax und Hans Ulrich Obrist im Rahmen der Ausstellung HYPER! A JOURNEY INTO ART AND MUSIC gemeinsam die Künstler und Musiker Daniel Blumberg, Arto Lindsay, Michaela Melián, Bettina Scholz, Kristof Schreuf, Emil Schult und André Vida. In dem Gespräch wird es um Berührungspunkte und Differenzen zwischen den Welten der bildenden Kunst und der Musik gehen.

Achtung, es handelt sich um eine exterritoriale Situation: Der Hyper!-Talk findet im Foyer der Deichtorhallen Hamburg statt, nicht in der Santa Lucia Galerie der Gespräche in Berlin.

Situation 48: Uwe Jäntsch

  

 http://www.youtube.com/watch?v=LLI1QkXKa5c&feature=youtu.be

Situation 47: Jean-Martin Büttner

  

Mit seinem Buch „Sänger, Songs und triebhafte Rede“ schrieb Jean-Martin Büttner eines der wichtigsten deutschsprachigen Bücher über das Thema Rockmusik. Ausgerechnet an Bob Dylans 77. Geburtstag, dem 24. Mai 2018, spricht Jean-Martin Büttner mit Max Dax darüber, wie man über Musik reden und schreiben kann. Aus gegebenem Anlass wird es im Rahmen von situation 47 nicht zuletzt also um Bob Dylan gehen und wie man über jemanden schreiben und reden kann, über den schon ganze Bücherregale voll geschrieben worden sind.

„Für einen Moment halten Songs die Zeit an, sagt Dylan. Paul Williams spricht von der ‘stopped time’ in Visions of Johanna. An die Stelle der Zeit tritt der Raum, dessen Stille sich mit Sound füllt, so wie der Sänger die Stille im Saal mit Gesang füllt. Hohlräume werden beschrieben und mit Bildern und Tönen vermessen: der Ofen hustet, das Radio dudelt, Lichter flackern, Frauen wispern, der Wachmann knipst, ein Junge murmelt. Wo der Sound nicht hinkommt, ist die Stille endlos: Inside the museums, infinity goes up on trial / Voices echo this is what salvation must be like after a while… beginnt die vierte Strophe, gefolgt von einer Umdeutung, die Marcel Duchamp gefallen hätte: But Mona Lisa had the highway blues / You can tell it by the way she smiles… Der Highway-Blues ist das Passwort der Schlaflosen im amerikanischen Traum. Was die Psychoanalyse nicht als Annäherung ans Chaos, sondern als Flucht vor der Vernunft interpretiert, ist im Grunde ein Rückweisungsantrag an die Realität. (…) Dylan hat dieses Reale schon auf dem Tombstone Blues von 1965 eingefordert: Now I wish I could write you a melody so plain / That could hold your dear lady from going insane / That could ease you and cool you and cease the pain / Of your useless and pointless knowledge… In Visions of Johanna fragt sich der Wachmann, wer hier eigentlich verrückt ist. Im Tombstone Blues gibt Dylan die Antwort: Verrückt wird, wer am sinnlosen Wissen verzweifelt.“ (J.-M. Büttner)

Situation 44: Henrik Mauler / Zeitguised

  

Erst kürzlich lernten sich Max Dax und Henrik Mauler kennen, als beide ein Interview für die Festschrift zum 20. Jubiläum des Musikvideo-Preises der Oberhausener Filmfestspiele führten:
Dax: Bist du ein Spieler?

Mauler: Ich komme schon daher, aber ich war nie süchtig. Als ich 1986 zwölf Jahre alt war, erlebte ich den Höhepunkt einer neuen Ästhetik, die auch später nicht mehr wieder erreicht wurde, da die Welt der Computerspiele in Richtung Realismus abgedriftet ist. Aber in den Achtzigern hatten die Computerspiele durch ihre eigene Ästhetik auch einen autonomen, eigenen Platz gehabt.

Dax: Du redest von Spielen wie „Pong“ oder „Space Invaders“?

Mauler: Im Grunde rede ich von allen 8-Bit-Spielen, die man auf dem C-64 spielen konnte. Das waren wichtige Spiele, und ich habe parallel dazu angefangen, abstrakte Computergrafik und meine ersten 3D-Renderings zu generieren. Ich war also weniger ein Spieler, der eskapistisch in andere Welten eintauchte, sondern ich war an der neuen Ästhetik interessiert und an den neuen dreidimensionalen Räumen, die diese Spiele uns mit einem Mal eröffneten. Und da wären wir wieder bei Matthew Barney, der seine Räume ja auch als Spielplätze des Absurden zu begreifen scheint.

Situation 46: Bettina Scholz

  

In ihren hyperglatten, screenhaften Glasbildern, aber auch in ihren Collagen, Objekten und Wandarbeiten macht Bettina Scholz Übergangssituationen und Veränderungsprozesse sichtbar, und es scheint immer auch um die Koexistenz von Schönheit und Bedrohung zu gehen — keine Schönheit ohne Gefahr.

Bettina Scholz (im Kataloginterview mit Max Dax): „Ein Gewitter ist schön, aber auch bedrohlich. Das Meer steht sinnbildlich für Größe und Freiheit, kann aber auch Entwurzelung und Tod bedeuten, nicht nur bezogen auf die aktuelle, dramatische Situation vieler Geflüchteten, sondern auch auf die Naturgewalten. Liebe ist schön, aber schließt auch immer die Bedrohung des Verlassenwerdens, der Endlichkeit mit ein.“

Die Bilder springen in eine eigene Logik der überbordenden Farben und Formen, gleichzeitig haben sie etwas Flüchtiges, obwohl sie meist streng gerahmt sind. Sie sind enorm emotional, obwohl sie uns mit distanzierter Kühle begegnen.

Der rythmische, fragmentarische Titel Intro Extro New Moon Love Song bezieht sich assoziativ auf die Einflüsse, die diese Bilder begleiten, und die oft aus der Literatur und dem Science-Fiction-Film kommen: Blade Runner 2049, Planet Magnon, Melancholia, Tornados, Sandstürme, Orange, Imperium, Star Wars, die Gotik, Intuition und Zufall sind Themen, die auftauchen.

Zur Finnissage der Ausstellung am 8. Juni 2018 erscheint ein Katalog.

Private Views können unter folgender email angefragt werden: mail@santa-lucia.gallery

Situation 45: Friedrich Liechtenstein

  

Situation 43: Sonya Schönberger

  

Situation 42: Andreas Gebhard

  

Situation 41: Craig Holiday Haynes

  

Situation 38: Pomegranate #1

  

Situation 37: André Vida and Evelina Vida

  

Situazione 35: Fabrizia Lanza

  

Situation 34: Emil Schult feat. Emma Nilssen

  

Kaum ein Künstler hat mit einer solchen gestalterischen Wucht die bildende Kunst und die Musik zusammengedacht und -geführt wie Emil Schult, der mit seinen Schallplattencovern für die Gruppe Kraftwerk Weltruhm erlangte. Weniger bekannt sind seine Hinterglasmalereien, in denen er u.a. Portraits von Wissenschaftlern und Musikern, Städte der Zukunft und mit dem Kosmos verbundene Frösche malt. Diese Hinterglasbilder haben eine verblüffende Aktualität, da sie über das Material (= die glänzende, scheinende Oberfläche) zugleich eine Reflektion der Touchscreen-Epoche sind, in der alle Inhalte über dieselbe Oberläche / dasselbe Interface konsumiert werden.

Situation 33: Julien Lescoeur

  

“Julien Lescoeur works with such a unique precision. He keeps on visting the spaces that he is planning to photograph over and over again. In his photographs I always sense the beauty of isolation — in this emptiness, fundamental questions such as the question of life or the question of signification are contained. Juliens photographs are mournful and suggestively violent, and every series seems to reflect his inner balance – like an opened diary.” (Lucia Lux)

Situation 33 is already the third exhibition by Julien Lescoeur that Lucia Lux is curating and will feature five large-sized photographs from his “Aerolithiques” series: http://www.julien-lescoeur.com/blog/works/v/

“My descriptive approach combines a pictorial character and a neutral distance, an inspiring silence. Cultivating the aesthetics of presence through the idea of absence, I subtly question the relationship of man to his urban environment.” (Julien Lescoeur)

Please don’t hesitate to contact us to arrange a private view of the exhibition.

  

  

  

  

  

  Max Dax: What does the term “Aerolithiques” actually mean?

Julien Lescoeur: It’s French and it literally means “out of space”. It describes something that you cannot identify, something that is from out of space. It took me a long time to actually find the title. It came to me three years after I had made the photos. My photos are not telling you what to think or how to interpret them. A title therefore must deal with that. The title shouldn’t be a “key” to interpretation. But of course it has more to do with the idea of space than with a scientific approach to space. The photos are encounters with objects that you can’t identify.

MD: The ‘Aerolithique’ seems to be nothing more than a grey, cubic box.

JL: Yes, but the cube is a symbol. It is charged with a broad scale of references — paintings, films, legends and the idea of isolation. The monolith in Stanley Kubrick’s “A Space Odyssee” stands for God, the creator of the world. In that sense, a simple cube can be loaded with significance and can therefore be a very strong object. I try to analyze the absolutism of the cube in my photographs. And I analyze it by using the simplest elements that photography allows: horizontals, verticals, volume. The resulting images are then subject to interpretation.

MD: What cube did you actually photograph?

JL: I had a studio during my residency at ZKU in Berlin-Moabit. On the ceiling some pipes were covered by a white, wooden box. Actually, the whole room was painted white and so was the box. I had this object just over my head all my day. I started to stare at it and I finally decided to make some photos of it.

MD: Was it an otherwise empty studio?

JL: No, it wasn’t empty. On the floor I had a sofa and some furniture. But the ceiling was empty — except for this box that was supposed to hide the pipes.

MD: You were looking at the ceiling and you saw a different space?

JL: Exactly. Every morning I’d have my coffee in my studio and gaze at the ceiling. And after some weeks I noticed the cubic wooden construction up there was clearly not a part of the original architecture. It had been added eventually. That struck my attention. In every of my previous series I reinterpreted something that I had seen in the urban environment. And this time I started to examine and to reinterpret a three-dimensional structure in my own studio.

MD: Do you try to abstract?

JL: That’s what I mean when I use the term “to isolate”. I isolate or abstract an object from its surroundings — be it a gas station at night in the moment where absolutely nothing is happening or be it a box underneath my studio ceiling. Getting a perfect frontal view of that box then becomes my subject for the next weeks or months. In this case I had to get a huge ladder to get really close to the box. Then I started experimenting with a tripod that I would glue to the ceiling. Some of the photographs from the “Aerolithiques” series were taken from a camera angle really close to the ceiling, only 20 or 30 centimeters away from the box — there simply wasn’t more space I could use. I basically did the photos upside down. And that’s exactly why you lose the perspective when you gaze at them. They are not only headfirst, but also inverted. It’s basically what you’d see when you’d look at the negatives. This way, the images become more open to interpretation. They become symbolic. You lose the aspect of architecture.

MD: The images from the “Aerolithiques” series have an eerie quality; they are very dark and haunting.

JL: This double inversion upside/down and negative/positive creates an atmosphere of fiction.

MD: Are there ghosts present in your photographs?

JL: Yes, there are. Before I made the “Aerolithiques” I had been having a break for a year. I hadn’t made any photos because a very dear and close person in my life had passed away. So, when I photographed the box on the ceiling there definitely was the ghost of that person present. I would go so far as to say that death is present in these photos. In that sense, the “Aerolithiques” are the most personal photos I’ve ever made in my life.

Read the full interview transcript of situation 33 with Julien Lescoeur as conducted by Max Dax on Nadine Endtner’s great blog VISUAL THOUGHTS on photogryphy.

Situation 32: Olaf Nicolai

  

  III.
In the woods there is a bird;
his song stops you and makes you blush.
There is a clock that never strikes.
There is a hollow with a nest of white beasts.

  There is a cathedral that goes down and a lake that goes up.
There is a little carriage abandoned in the copse
or that goes running down the road beribboned.
There is a troupe of little actors in costume, glimpsed on the road
through the border of the woods.
And then, when you are hungry and thirsty,
there is someone who drives you away.
(A. Rimbaud)

  Listen to „In the woods there is a bird…“

Situation 31: Norman Fairbanks

  

Situation 29: u.d. bauer

  

Situation 30: Bob Rutman and Elena Costelian

  

Situation 28: Thomas Meinecke

  

  © 2017 by Robert Defcon, Labor Defcon und Santa Lucia Galerie der Gespräche

– 00:00 ff.: Intro
– 02:30 ff.: über Neapel, Italophilie, Reisen und Schreiben
– 14:38 ff.: über das Katholische, Kardinal Ratzinger, Glücksbringer und Todesanzeigen
– 21:16 ff.: über die Biennale in Venedig, Anne Imhof, Damien Hirst und Mainstream
– 26:03 ff: über Andy Warhol, das Interview-Magazin, Mode und Verzweiflung, Roxy Music und Pop
– 31:33 ff: über fast 30 Jahre F.S.K., Luigi Russolo, »Ein Haufen Scheiss und ein zertrümmertes Klavier«, Zitatpop und Art School
– 43:48 ff: über sein Leben als Autor, Musiker, DJ und Ehemann, Siegfried Unseld, Camp und Feminismus

Situation 27: STRRR TV Launch Party

  

STRRR is the future of horizon-expanding television, where superstars and brilliant newcomers hailing from the world of music, art, design, film, and fashion present their favorite clips, films, and videos through the nearly unlimited archives of YouTube and Vimeo. Each meticulously crafted episode presents a self-portrait of the selector which allows the public never before seen insight into their life and work. In STRRR’s first season, among others, DJ Hell, H.P. Baxxter, pianist Alice Sara Ott, the award-winning director Ana Lily Amirpour, art curator Markus Müller (Venice Biennale 2015), “Kompakt” co-founder Wolfgang Voigt and UK Grime shooting star Shogun give in-depth interviews in which they speak about important clips that played a key role in terms of influencing their lives and careers.
The editorial team is led by Max Dax (former editor-in-chief of Spex and Electronic Beats). STRRR’s long-term goal: to create a deep bond between creator and audience. Max explains: “STRRR depicts important social, human topics as well as pop-cultural sensations. The viewer is experiencing the superstars‘ key media encounters from their vantage point.”
STRRR is the answer to media usage that has increasingly become controlled by algorithms. Everyone is familiar with suggestive phrases like “This might be of interest to you” or “You might also enjoy this video” and the accompanying numbing feeling that comes with being caught in a YouTube black hole. Carefully chosen selectors replace the role of artificial intelligence with STRRR. They curate the Internet from an unprecedented perspective, presenting thematic topics and giving the viewer a new approach to the world’s largest video archives. Many of us remember the golden age when music television was still music television. A time in which people sat spellbound in front of the TV, continuously experiencing the new, the undiscovered, and the unheard of through the filter of the era’s greatest tastemakers.
„At STRRR, we value people more than algorithms,“ Daniel Brandt, founder of STRRR, explains. „STRRR broadcasts Internet TV formats that no search engine or recommendation algorithm could ever replicate. STRRR stands for a human, and therefore always surprising take on the culture that connects us in the digital age. This approach is embedded into each selector’s DNA.”
In terms of subjects covered, STRRR has no boundaries as the number of host-selectors is constantly expanding. Both the underground scene and larger, society-based themes are meant to play an equally important role. Neither the newest nor the most sensationalized clips are the focus, but rather a decelerated yet entertaining form of storytelling.
STRRR (www.strrr.tv) launches in May 2017 and is free. STRRR can be experienced via a laptop, tablet, or smartphone. Apps for Smart TV, Apple TV, and Amazon Fire TV will be available in the future.

Situation 26: “Forced Play” / Sophia Tabatadze

  

Sophia Tabatadze’s exhibition (April 27 – May 3) “Forced Play” features drawings and sculptures made from paper and wood. These structures are called islands; they stand as floating pieces, being individuals as well as intersecting with each other. Components of these islands are national symbols, flags, pie-chart like shapes and welcome signs that are not very welcoming. Also included in the exhibition are text entries about personal struggles while making these works in 2010-2011.

Sophia Tabatadzes Ausstellung „Forced Play“ (27. April bis 3. Mai) zeigt Zeichnungen und Skulpturen aus Papier und Holz. Die „Inseln“ betitelten Skulpturen stehen sowohl für sich selbst, als sie auch im Kontext miteinander kommunizieren. Bestandteile dieser Inseln sind Nationalsymbole, Nationalflaggen, Tortengrafike und Willkommensbotschaften, die nicht unbedingt sehr einladend wirken. Abgerundet wird die Ausstellung mit Texten über persönliche Auseinandersetzungen in den Jahren 2010-2011, als die Arbeiten entstanden.

The opening of Sophia Tabatadze’s exhibition is on April 27, 4-8pm. Die Ausstellungseröffnung findet am 27. April von 16-20 Uhr statt.

Situation 25: Neues Licht / Christof Zwiener

  

Aus Fäden konstruiert Christof Zwiener dreidimensionale, flüchtige Skulpturen — diese ephemer konstruierten Raumgebilde stellen unmittelbar die Frage nach ihrer Dauerhaftigkeit und sind durch die bewusste Verankerung mit dem Raum und dessen Aura eine einmalige ortsspezifische Erscheinung.

Ein Leitmotiv von Christof Zwiener ist das Sichtbarmachen des leicht zu Übersehenden. Für die Ausstellung „Neues Licht“ befasst er sich mit Prismen und der Aufspaltung des Lichts in das sichtbare und unsichtbare Spektrum. Die sieben Farben des Lichts — von Rot über Orange, Gelb, Grün, Blau und Indigo bis zum Violett — werden von Zwiener als kurz- bzw. langwellige Fäden dreidimensional im Raum installiert.

Die Eröffnung ist am 17.3. von 18-22 Uhr. Die Ausstellung läuft vom 17.-24.3. — Besichtigungstermine können während dieser Zeit unter mail@santa-lucia.gallery arrangiert werden.

Situation 24: Nicholas Mockridge und Leif Randt

  

Leif Randts Roman „Planet Magnon“ gehört vom Start weg zu den großen deutschen Science-Fiction-Romanen, das liegt vor allem an der sagenhaft originalen Sprache Randts, die Erinnerungen an die Sprache von Arkadi und Boris Strugatzki und Stanislaw Lem weckt.

„Planet Magnon“ ist eine intensive, zugleich distanzierte Meditation über Immanuel Kant und die in der Debatte ums Anthropozän formulierte Utopie, wonach sich die Menschheit zusammenraufen muss, um gemeinsam, staaten- und ideologieübergreifend den Planeten zu retten. In „Planet Magnon“, dessen Geschichte in einer fernen Galaxie spielt, wacht eine künstliche Intelligenz, Actual Sanity, über die Geschicke der Menschen – eine weise Computerintelligenz im Dienste der Menschheit.

Doch diese an Robert A. Heinleins Zukunftsgesellschaft in „Starship Troopers“ erinnernde Idylle zeigt Risse. Terroristische Anschläge einer Gruppe mit dem Namen „Kollektiv der gebrochenen Herzen“ bringen das Equilibrium aus der Balance.

Seit Rainer Werner Fassbinders „Welt am Draht“ hat es keinen nennenswerten deutschen Science-Fiction-Film mehr gegeben. Der in Berlin lebende italo-kanadische Regisseur Nicholas Mockridge hat die Filmrechte an Randts Roman erworben und steht nun vor der Aufgabe, eine geniale Schriftsprache in eine ebenso geniale Bildsprache zu transformieren. Nicholas Mockridge ist Teil des Künstlerkollektivs Like A Wild Beasts’s Fur (LAWBF), das Musik, Film, Kunst und Dramaturgie in immer neuen Projekten und Performances zu vereinen versucht.

Ein Gespräch mit Max Dax über die Aktualität der Zukunft und über die Möglichkeiten einer Übersetzung. rsvp: mail@santa-lucia.gallery

Situation 23: Jonathan Bragdon

  

The Amsterdam-based American artist Jonathan Bragdon was an associate of the Arts Laboratory, Drury Lane, London, from October 1967 to May 1969. Among his activities was the “Info Lab”, a bi-weekly series of one-hour events. For each event, one person was invited to explain his or her work, and the story of how they had come to be doing it. Persons were included from diverse pursuits, such as computer science, film, poetry, politics, and “revolutionary” activism. The audience was instructed to interrupt with skeptical questions and brief comments at any time, creating a situation in which a person was putting themselves together, while they were being taken apart. His later “Single Art Work” project, from 1987 to 2006, was similar, with an artist being invited to bring one of his or her works to an evening with 10 people. In these SAW events, though, conversation was to serve as a shared antenna to the artwork, not an analytical machine.

However, from 1961 to the present day, drawing has been Bragdon’s single fanatical pursuit, in an attempt to save his soul. In 2016, a retrospective of his work was held at the Kunstmuseum, Appenzell, and accompanying it, the book “DASEIN/BEING HERE” was published by Gerhard Steidl, Göttingen.

On March 1, 7 pm, Jonathan Bragdon will revisit his own past in conversation with Max Dax at Santa Lucia Galerie der Gespräche in Berlin. In addition, they will talk about two of Jonathan Bragdon’s current drawings and his exhibition “The Path” at Galerie Aurel Scheibler (January 1 – March 18, 2017), Schöneberger Ufer 71, 10785 Berlin.

Situation 22: DJ Hell

  

DJ Hell, der im Frühjahr sein spektakuläres neues Album „Zukunftsmusik“ veröffentlichen wird, ist am Freitag, dem 24. Februar 2017 zu Gast in der Galerie der Gespräche. Bereits zu Weihnachten veröffentlichte DJ Hell die erste Single aus dem Album, „I Want You“. Das dazugehörige Video basiert auf den Zeichnungen von Tom of Finland: Es gibt auch eine XXX-Version des Videos.

In einem Vorgespräch zur Situation 22 bezeichnete DJ Hell sein neues Album als „Hommage an die Gay-Kultur, die mit Disco, House, Frankie Goes to Hollywood und Techno als Nukleus der Clubkultur anzusehen ist. Die Clubkultur, wie wir sie heute kennen, basiert im Kern auf der Gay-House-Kultur, die Gary Levane im Chicagoer Warehouse erfand und von Ron Hardy in der New Yorker Paradise Garage parallel weiterführte.“

Kennengelernt haben sich DJ Hell und Max Dax, der das Gespräch führen wird, 1991 in München. Hell zierte zehn Jahre später das Cover der achten Ausgabe der Interview-Zeitschrift ALERT, von der zur Situation 22 einige Restexemplare exklusiv in der Galerie erhältlich sein werden.

Zur Situation 22 wird DJ Hell erstmals mit seiner neuen Single „Cars, Cars, Cars“ die Galerie der Gespräche von innen ausbeulen.

© 2017 by Robert Defcon, Labor Defcon und Santa Lucia Galerie der Gespräche

Situation 21: Andreas Spechtl

  

Situation 21 präsentiert „Futur II“, ein intertextuelles Cut-up-Buch der Wien-Berliner Band Ja, Panik, das soeben im Berliner Verbrecher-Verlag erschienen ist.

Max Dax wird mit Andreas Spechtl, dem Sänger und Texter der Band, sprechen – über konkrete Poesie, Copy&Paste, die Collage, das Cut-up, über Dylans Literaturnobelpreis, über „Diebstahl aus Liebe“. 

Das Buch ist direkt beim Verbrecher Verlag bestellbar.

Situation 20: raster-noton Julklapp

  

Situation 19: Thomas Scheibitz

  

Seit 2006 betreibt der Maler und Bildhauer Thomas Scheibitz gemeinsam mit Karsten Heller und Thomas Müller den Verlag DIAMONDPAPER, in welchem er in unregelmäßigen Abständen aufwändige und haptisch exorbitant schön gestaltete Künstlerbücher/Kataloge veröffentlicht.

Thomas Scheibitz beteiligt sich mit diesen Publikationen diskursiv an der seit Jahren laufenden Debatte um die Zukunft der (gedruckten) Zeitschrift und von Archiven im digitalen Zeitalter.

Anlässlich seines Gesprächs mit Max Dax am 12. Oktober in der Santa Lucia Galerie der Gespräche veröffentlicht Thomas Scheibitz ein neues Künstlerbuch mit dem Titel „texte, notizen, szenarien“, in welchem er sich erstmals theoretisch mit den Einflüssen seiner Kunst auseinandersetzt. „Texte, Notizen, Skizzen“ ist eine Sammlung seiner über die Jahre geschriebenen Essays, Artikel und sonstigen Texte, ergänzt um – wie der Titel es bereits andeutet – Notizen und Skizzen. Dem Künstlerbuch vorangestellt ist ein Gespräch von Max Dax mit Thomas Scheibitz, auf das am Abend in der Galerie Bezug genommen wird, außerdem liegt dem Katalog ein Faksimile des Plakats zur Situation 19 bei.

Max Dax: „texte, notizen, szenarien“ ist ein Cut-up, eine Sammlung von Ideen, Skizzen, Fragmenten — und entsprechend hat es das Potenzial, wirklich einen Prozess abzubilden. Auch wenn alles — dankenswerterweise möchte ich fast sagen — mangels Erklärungen abstrakt bleibt. Bist du ein Sammler? Ich sehe kaum Zeitschriften in deinem Atelier, aber wer Zeitschriften macht, sammelt für gewöhnlich auch Magazine.

Thomas Scheibitz: Ich bin Zeitschriftensammler. Ich sammele überhaupt Vieles. Vor allem aber Abbildungen.

Max Dax: Ist „texte, notizen, szenarien“ für dich ein Atlas im Sinne Gerhard Richters?

Thomas Scheibitz: Der Atlas oder der Atlantenbegriff ist natürlich fast schon einmal so etwas wie eine Selbstverständlichkeit für jemanden, der sich mit Abbildungen, mit Nachahmungen, mit Nachfolge oder mit Ähnlichkeiten in der Ikonografie beschäftigt. Das Sammeln von Abbildungen ist elementar. Man fährt entweder, um ein Beispiel zu nennen, selbst zu den Wasserfällen und schießt dort ein Foto — oder man schneidet sich ein Foto vom Wasserfall aus der Zeitung. Durch die große Menge an Informationen, die wir versuchen in kürzester Zeit zu filtern oder auf den Tisch zu legen, sind wir angewiesen auf eine Zulieferung, einen Zugriff auf eine Art von Referenzarchiv, das wir uns anlegen. Gerhard Richters Begriff vom Atlas trifft auf mich allerdings konkret nicht zu. Er ist ein geschätzter Künstler, der sich im Gegensatz zu mir mit der Nachahmung beschäftigt — während ich jemand bin, der sich eher mit der Nachfolge von Abbildungen befasst. Ich kann nicht ein einziges Motiv, das ich ausgeschnitten, fotografiert oder gesammelt habe, direkt verwenden. Sondern ich muss es in mehreren Schichten übersetzen. Und damit ändert sich eine Sammlung, die für mich einen Sinn ergibt, schon einmal fundamental.

Max Dax: „texte, notizen, szenarien“ kommt in der Tat fast ohne Abbildungen aus…

Thomas Scheibitz: …zum ersten Mal ist eines meiner Hefte ein Lese- oder besser gesagt: ein Textbuch.

Das Interview ist ein Auszug aus aus „texte, notizen, szenarien“. Der Titel kann direkt beim Diamondpaper Verlag bestellt werden.