Santa Lucia

Galerie der Gespräche

Situation 56: Daniel Blumberg Private Views

  

Situation 56: GUO live at Urban Spree

  

GUO ARE DANIEL BLUMBERG AND SEYMOUR WRIGHT

GUO is a multidisciplinary duo formed of Daniel Blumberg and Seymour Wright. Their third album ‚GUO4‘ will be released in September on Mute.

GUO are due to perform on the occasion of the closing night of the super successful HYPER! A JOURNEY INTO ART AND MUSIC exhibition at Deichtorhallen Hamburg on August 4, 2019.

One day later, on August 5, 2019, GUO will give their FIRST EVER concert in Berlin at Urban Spree as part of situation 56, that will be embedded in a rare DJ set by Max Dax (Very Unimportant People Lounge / VUP Lounge).

Don’t you dare miss the hottest concert in town.

“Was passieren kann, wenn die Herangehensweise des Freejazz auf die Zugänglichkeit von Pop und eine an der bildenden Kunst geschulte Praxis treffen, dafür ist „Minus“ ein Fanal, eine regelrechte Markierung des Jahres 2018.“ – Spex

„Caustic, scratchy fire music“ – The Wire

„Glorious slabs of noise“ — Victor Schonfield

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Daniel Blumberg is an artist and musician from London. He is currently exhibiting at the Deichtorhallen in Hamburg and recently exhibited his debut solo show at Union Gallery in London. Blumberg’s acclaimed album on Mute, ‚Minus‘, was released last year.

Seymour Wright is a musician and writer, currently working in London. Wright’s work is about the creative, situated friction of learning, ideas, people and the saxophone – music, history and technique. Recent collaborations have included projects with footwork founder RPBoo and drummer Paul Abbott (as the XT duo)

Situation 55: Ben de Biel BERLIN TAXI

  

Max Dax: Du bist ein beharrlicher Mensch. Du fotografierst entweder jahrelang Taxifahrten — oder über Jahre hinweg kontinuierlich das Berlin der Neunzigerjahre. In dem Erfolgsbuch Berlin Wonderland, erschienen bei bobsairport, sind eine ganze Reihe von Fotografien von dir erschienen und können als Beitrag zu einer kollektiven Erinnerung an diese Jahre verstanden werden.

Ben de Biel: Wiederholungen sind interessant. Durch die wiederkehrenden Szenenbilder oder überhaupt die intensive Beschäftigung mit einem Thema entstehen im Rückblick ganze Kapitel in einem Gesamtwerk. Oft ergibt sich ein neues Kapitel zufällig, aus einer Situation heraus. So sind ja auch die Dokumentationen der Gesprächssituationen in der Santa Lucia Galerie der Gespräche entstanden. Mich reizte es, interessante Menschen beim Abendessen zu fotografieren — an und für sich ein No-Go. Tatsächlich habe ich dann vor allem fotografiert, wenn das Dinner bereits beendet war und die Gäste noch weiter tranken und rauchten. Dieser Raum, also die Galerie der Gespräche hat dann eine ganz eigene Atmosphäre — da herrscht eine ganz andere Energie als im Club oder im Restaurant. Also kam ich immer wieder in die Galerie, und ehe ich mich versah, war ich längst mitten drin in einem neuen Kapitel — und musste allein deshalb weiter fotografieren. So kommt eine Kontinuität in die Arbeit, ohne dass ich mich zuvor mit einem Konzept an die Sache gemacht hätte. Und wenn ich mir die Fotos anschließend mit etwas zeitlichem Abstand erneut anschaue, dann entstehen ganz von selbst Ideen zu Büchern oder Ausstellungen, je nach dem, in welchen Kontext ich solche Serien dann stelle.

Max Dax: Du giltst als Chronist der Neunzigerjahre Jahre in Berlin. Wundert es dich eigentlich, dass im Rückblick nur sehr wenige Fotografen so nah am Geschehen gewesen sind wie du?

Ben de Biel: Mein Alleinstellungsmerkmal basiert vielleicht darauf, dass ich nicht als Gast in Berlin war, der als Fotojournalist vielleicht für eine Woche nach Berlin geschickt wurde, um den Mauerfall zu fotografieren, sondern ich war selbst ein Protagonist oder Teil einer Szene. Ich habe vor Ort gelebt und meine Szene fotografiert und aus dieser Szene heraus das Geschehen um mich herum dokumentiert. Ich lebte damals in der Kleinen Hamburger Straße und habe oft ganze Tage und Nächte im nahegelegenen Tacheles verbracht. Dort habe ich ganz oft mitbekommen, dass Fotojournalisten auf einen Schnappschuss oder ein schnelles Motiv vorbei kamen — um ein Bild vom Tacheles gemacht zu haben. Nur einige sehr wenige von ihnen hatten auch die Chuzpe und sind bis in die beiden Wohnhäuser nebenan vorgedrungen, um mal zu gucken, wie es bei Hausbesetzers so aussieht. Da sie aber nicht ein Teil von uns waren, haben sie natürlich auch keinen oder nur einen oberflächlichen Zugang in diese Häuser bekommen. Die Medien verlangten zwar nach spektakulären Bildern, aber an einem genauen Blick war dann doch niemand interessiert. Es wundert mich daher nicht, dass es neben mir nur wenige andere gegeben hat, die den Alltag in der Hausbesetzerszene fotografierten — und diese Szene lebte nun einmal im Brennpunkt dessen, was das Berlin der Neunzigerjahre so interessant machte.

Max Dax: Es gibt eine schöne Songzeile bei Blumfeld: „Kommst du mit in den Alltag?“ Da wird der Alltag als Versprechen auf ein Abenteuer begriffen, als eigentlich größte Liebeserklärung: Kommst du mit mir in den Alltag?

Ben de Biel: Der Alltag zeigt das, was tatsächlich ist. Erst im Alltag zeigten sich alle Auswirkungen, die zum Beispiel mit der Wiedervereinigung im Osten Berlins einher gingen. Wer in Westberlin lebte, hat ja gar nicht mitbekommen, was es für die Menschen in der ehemaligen DDR bedeutete, von der Treuhand abgewickelt zu werden und mitanschauen zu müssen, wie alle Institutionen, die den Alltag in der DDR geregelt hatten, nach und nach verschwanden. Ein westdeutscher Alltag blieb von den Veränderungen in der anderen Welt gänzlich unberührt. In der Hausbesetzerszene lernte ich viele Söhne und Töchter von DDR-Bürgern kennen, die mit der Wende arbeitslos geworden waren. Wir selbst empfanden die Situation hingegen als Befreiung. Wir konnten mit einem Mal alles machen, was wir wollten, und das bedeutete: wir führten ein geiles Leben. Und diesen rauschhaften Zustand habe ich mit einer ähnlichen Gewissenhaftigkeit fotografiert wie später meine nächtlichen Fahrten im Taxi from disco to disco — oder nach Hause ins Bett.

Exterritorial Situation 54: Hyper!-Talk #2 mit Albert Oehlen, Hans Ulrich Obrist und Max Dax

  

Am 26. Mai 2019 interviewen Max Dax und Hans Ulrich Obrist im Rahmen der Ausstellung HYPER! A JOURNEY INTO ART AND MUSIC gemeinsam Albert Oehlen. In dem Gespräch wird es um Berührungspunkte und Differenzen zwischen den Welten der bildenden Kunst und der Musik gehen.

Achtung, es handelt sich um eine exterritoriale Situation: Der Hyper!-Talk findet im Foyer der Deichtorhallen Hamburg statt, nicht in der Santa Lucia Galerie der Gespräche in Berlin.

Exterritorial Situation 53: Hyper!-Talk #1 mit Daniel Blumberg, Arto Lindsay, Michaela Melián, Bettina Scholz, Kristof Schreuf, Emil Schult, André Vida, Hans Ulrich Obrist und Max Dax

  

Am 25. Mai 2019 interviewen Max Dax und Hans Ulrich Obrist im Rahmen der Ausstellung HYPER! A JOURNEY INTO ART AND MUSIC gemeinsam die Künstler und Musiker Daniel Blumberg, Arto Lindsay, Michaela Melián, Bettina Scholz, Kristof Schreuf, Emil Schult und André Vida. In dem Gespräch wird es um Berührungspunkte und Differenzen zwischen den Welten der bildenden Kunst und der Musik gehen.

Achtung, es handelt sich um eine exterritoriale Situation: Der Hyper!-Talk findet im Foyer der Deichtorhallen Hamburg statt, nicht in der Santa Lucia Galerie der Gespräche in Berlin.

Situation 52: Arto Lindsay

  

Situation 52: Arto Lindsay live at Urban Spree

  

Arto Lindsay ist einer der großen Legenden der New Yorker No Wave. Arto Lindsay is one of the greatest musicians of all time. Seit den späten Siebzigerjahren hat er mit Bands wie DNA, The Golden Palominos oder John Lurie’s Lounge Lizards Musikgeschichte im Leftfield der No-Wave-Noise New Yorks geschrieben hat, bevor er 1997 eine unfassbare Reihe von Soloalben veröffentlichte, auf denen er die Samba- und Bossa-Nova-Musik Brasiliens dekonstruierte.

Kristof Schreuf legte als Sänger und Texter der Band Kolossale Jugend das Fundament für das, was heute als Hamburger Schule oder Diskurspop bezeichnet wird. In seinen Texten nahm er auf die abstrakte Poesie Georg Trakls bezug, er erfand die deutschsprachige Popmusik im Alleingang neu. Erst nach seinem Song „Bastard“, enthalten auf „Heile, Heile Boches“, dem Debütalbum der Kolossalen Jugend, wagten sich Bands wie Blumfeld, Cpt. Kirk & oder Tocotronic aus der Deckung. Auf seinem ersten, 2010 auf Daniel Richters Buback-Label erschienenen Album „Bourgeois With Guitar“ kombiniert Schreuf modular Melodien und Texte Dritter, so dass zuvor nie gehörte Hybride entstehen. Zur Melodie von „The End“ von den Doors singt Schreuf etwa den Text von „Search and Destroy“ von den Stooges, aber die Musik klingt wie Charles Mingus, wäe er ein Folk-Musiker.

GET YOUR TICKETS HERE:
https://urbanspree.stager.de/Urban%20Spree/tickets
MORE INFOS:
https://www.urbanspree.com/ev…/arto-lindsay-kristof-schreuf/

COST: €16 + €1 FEE
ORGANIZER: GALERIE SANTA LUCIA + URBAN SPREE
ADDRESS: URBAN SPREE, REVALER STRASSE 99 (WARSCHAUER STR. X REVALER STR.), BERLIN

Situation 50: Francesco Sbano

  

Situation 49: Daniel Blumberg

  

Situation 48: Uwe Jäntsch

  

 http://www.youtube.com/watch?v=LLI1QkXKa5c&feature=youtu.be

Situation 47: Jean-Martin Büttner

  

Mit seinem Buch „Sänger, Songs und triebhafte Rede“ schrieb Jean-Martin Büttner eines der wichtigsten deutschsprachigen Bücher über das Thema Rockmusik. Ausgerechnet an Bob Dylans 77. Geburtstag, dem 24. Mai 2018, spricht Jean-Martin Büttner mit Max Dax darüber, wie man über Musik reden und schreiben kann. Aus gegebenem Anlass wird es im Rahmen von situation 47 nicht zuletzt also um Bob Dylan gehen und wie man über jemanden schreiben und reden kann, über den schon ganze Bücherregale voll geschrieben worden sind.

„Für einen Moment halten Songs die Zeit an, sagt Dylan. Paul Williams spricht von der ‘stopped time’ in Visions of Johanna. An die Stelle der Zeit tritt der Raum, dessen Stille sich mit Sound füllt, so wie der Sänger die Stille im Saal mit Gesang füllt. Hohlräume werden beschrieben und mit Bildern und Tönen vermessen: der Ofen hustet, das Radio dudelt, Lichter flackern, Frauen wispern, der Wachmann knipst, ein Junge murmelt. Wo der Sound nicht hinkommt, ist die Stille endlos: Inside the museums, infinity goes up on trial / Voices echo this is what salvation must be like after a while… beginnt die vierte Strophe, gefolgt von einer Umdeutung, die Marcel Duchamp gefallen hätte: But Mona Lisa had the highway blues / You can tell it by the way she smiles… Der Highway-Blues ist das Passwort der Schlaflosen im amerikanischen Traum. Was die Psychoanalyse nicht als Annäherung ans Chaos, sondern als Flucht vor der Vernunft interpretiert, ist im Grunde ein Rückweisungsantrag an die Realität. (…) Dylan hat dieses Reale schon auf dem Tombstone Blues von 1965 eingefordert: Now I wish I could write you a melody so plain / That could hold your dear lady from going insane / That could ease you and cool you and cease the pain / Of your useless and pointless knowledge… In Visions of Johanna fragt sich der Wachmann, wer hier eigentlich verrückt ist. Im Tombstone Blues gibt Dylan die Antwort: Verrückt wird, wer am sinnlosen Wissen verzweifelt.“ (J.-M. Büttner)

Situation 44: Henrik Mauler / Zeitguised

  

Erst kürzlich lernten sich Max Dax und Henrik Mauler kennen, als beide ein Interview für die Festschrift zum 20. Jubiläum des Musikvideo-Preises der Oberhausener Filmfestspiele führten:
Dax: Bist du ein Spieler?

Mauler: Ich komme schon daher, aber ich war nie süchtig. Als ich 1986 zwölf Jahre alt war, erlebte ich den Höhepunkt einer neuen Ästhetik, die auch später nicht mehr wieder erreicht wurde, da die Welt der Computerspiele in Richtung Realismus abgedriftet ist. Aber in den Achtzigern hatten die Computerspiele durch ihre eigene Ästhetik auch einen autonomen, eigenen Platz gehabt.

Dax: Du redest von Spielen wie „Pong“ oder „Space Invaders“?

Mauler: Im Grunde rede ich von allen 8-Bit-Spielen, die man auf dem C-64 spielen konnte. Das waren wichtige Spiele, und ich habe parallel dazu angefangen, abstrakte Computergrafik und meine ersten 3D-Renderings zu generieren. Ich war also weniger ein Spieler, der eskapistisch in andere Welten eintauchte, sondern ich war an der neuen Ästhetik interessiert und an den neuen dreidimensionalen Räumen, die diese Spiele uns mit einem Mal eröffneten. Und da wären wir wieder bei Matthew Barney, der seine Räume ja auch als Spielplätze des Absurden zu begreifen scheint.

Situation 46: Bettina Scholz

  

In ihren hyperglatten, screenhaften Glasbildern, aber auch in ihren Collagen, Objekten und Wandarbeiten macht Bettina Scholz Übergangssituationen und Veränderungsprozesse sichtbar, und es scheint immer auch um die Koexistenz von Schönheit und Bedrohung zu gehen — keine Schönheit ohne Gefahr.

Bettina Scholz (im Kataloginterview mit Max Dax): „Ein Gewitter ist schön, aber auch bedrohlich. Das Meer steht sinnbildlich für Größe und Freiheit, kann aber auch Entwurzelung und Tod bedeuten, nicht nur bezogen auf die aktuelle, dramatische Situation vieler Geflüchteten, sondern auch auf die Naturgewalten. Liebe ist schön, aber schließt auch immer die Bedrohung des Verlassenwerdens, der Endlichkeit mit ein.“

Die Bilder springen in eine eigene Logik der überbordenden Farben und Formen, gleichzeitig haben sie etwas Flüchtiges, obwohl sie meist streng gerahmt sind. Sie sind enorm emotional, obwohl sie uns mit distanzierter Kühle begegnen.

Der rythmische, fragmentarische Titel Intro Extro New Moon Love Song bezieht sich assoziativ auf die Einflüsse, die diese Bilder begleiten, und die oft aus der Literatur und dem Science-Fiction-Film kommen: Blade Runner 2049, Planet Magnon, Melancholia, Tornados, Sandstürme, Orange, Imperium, Star Wars, die Gotik, Intuition und Zufall sind Themen, die auftauchen.

Zur Finnissage der Ausstellung am 8. Juni 2018 erscheint ein Katalog.

Private Views können unter folgender email angefragt werden: mail@santa-lucia.gallery

Situation 45: Friedrich Liechtenstein

  

Situation 43: Sonya Schönberger

  

Situation 42: Andreas Gebhard

  

Situation 41: Craig Holiday Haynes

  

Situation 38: Pomegranate #1

  

Situation 37: André Vida and Evelina Vida

  

Situazione 35: Fabrizia Lanza

  

Situation 34: Emil Schult feat. Emma Nilssen

  

Kaum ein Künstler hat mit einer solchen gestalterischen Wucht die bildende Kunst und die Musik zusammengedacht und -geführt wie Emil Schult, der mit seinen Schallplattencovern für die Gruppe Kraftwerk Weltruhm erlangte. Weniger bekannt sind seine Hinterglasmalereien, in denen er u.a. Portraits von Wissenschaftlern und Musikern, Städte der Zukunft und mit dem Kosmos verbundene Frösche malt. Diese Hinterglasbilder haben eine verblüffende Aktualität, da sie über das Material (= die glänzende, scheinende Oberfläche) zugleich eine Reflektion der Touchscreen-Epoche sind, in der alle Inhalte über dieselbe Oberläche / dasselbe Interface konsumiert werden.

Situation 33: Julien Lescoeur

  

“Julien Lescoeur works with such a unique precision. He keeps on visting the spaces that he is planning to photograph over and over again. In his photographs I always sense the beauty of isolation — in this emptiness, fundamental questions such as the question of life or the question of signification are contained. Juliens photographs are mournful and suggestively violent, and every series seems to reflect his inner balance – like an opened diary.” (Lucia Lux)

Situation 33 is already the third exhibition by Julien Lescoeur that Lucia Lux is curating and will feature five large-sized photographs from his “Aerolithiques” series: http://www.julien-lescoeur.com/blog/works/v/

“My descriptive approach combines a pictorial character and a neutral distance, an inspiring silence. Cultivating the aesthetics of presence through the idea of absence, I subtly question the relationship of man to his urban environment.” (Julien Lescoeur)

Please don’t hesitate to contact us to arrange a private view of the exhibition.

  

  

  

  

  

  Max Dax: What does the term “Aerolithiques” actually mean?

Julien Lescoeur: It’s French and it literally means “out of space”. It describes something that you cannot identify, something that is from out of space. It took me a long time to actually find the title. It came to me three years after I had made the photos. My photos are not telling you what to think or how to interpret them. A title therefore must deal with that. The title shouldn’t be a “key” to interpretation. But of course it has more to do with the idea of space than with a scientific approach to space. The photos are encounters with objects that you can’t identify.

MD: The ‘Aerolithique’ seems to be nothing more than a grey, cubic box.

JL: Yes, but the cube is a symbol. It is charged with a broad scale of references — paintings, films, legends and the idea of isolation. The monolith in Stanley Kubrick’s “A Space Odyssee” stands for God, the creator of the world. In that sense, a simple cube can be loaded with significance and can therefore be a very strong object. I try to analyze the absolutism of the cube in my photographs. And I analyze it by using the simplest elements that photography allows: horizontals, verticals, volume. The resulting images are then subject to interpretation.

MD: What cube did you actually photograph?

JL: I had a studio during my residency at ZKU in Berlin-Moabit. On the ceiling some pipes were covered by a white, wooden box. Actually, the whole room was painted white and so was the box. I had this object just over my head all my day. I started to stare at it and I finally decided to make some photos of it.

MD: Was it an otherwise empty studio?

JL: No, it wasn’t empty. On the floor I had a sofa and some furniture. But the ceiling was empty — except for this box that was supposed to hide the pipes.

MD: You were looking at the ceiling and you saw a different space?

JL: Exactly. Every morning I’d have my coffee in my studio and gaze at the ceiling. And after some weeks I noticed the cubic wooden construction up there was clearly not a part of the original architecture. It had been added eventually. That struck my attention. In every of my previous series I reinterpreted something that I had seen in the urban environment. And this time I started to examine and to reinterpret a three-dimensional structure in my own studio.

MD: Do you try to abstract?

JL: That’s what I mean when I use the term “to isolate”. I isolate or abstract an object from its surroundings — be it a gas station at night in the moment where absolutely nothing is happening or be it a box underneath my studio ceiling. Getting a perfect frontal view of that box then becomes my subject for the next weeks or months. In this case I had to get a huge ladder to get really close to the box. Then I started experimenting with a tripod that I would glue to the ceiling. Some of the photographs from the “Aerolithiques” series were taken from a camera angle really close to the ceiling, only 20 or 30 centimeters away from the box — there simply wasn’t more space I could use. I basically did the photos upside down. And that’s exactly why you lose the perspective when you gaze at them. They are not only headfirst, but also inverted. It’s basically what you’d see when you’d look at the negatives. This way, the images become more open to interpretation. They become symbolic. You lose the aspect of architecture.

MD: The images from the “Aerolithiques” series have an eerie quality; they are very dark and haunting.

JL: This double inversion upside/down and negative/positive creates an atmosphere of fiction.

MD: Are there ghosts present in your photographs?

JL: Yes, there are. Before I made the “Aerolithiques” I had been having a break for a year. I hadn’t made any photos because a very dear and close person in my life had passed away. So, when I photographed the box on the ceiling there definitely was the ghost of that person present. I would go so far as to say that death is present in these photos. In that sense, the “Aerolithiques” are the most personal photos I’ve ever made in my life.

Read the full interview transcript of situation 33 with Julien Lescoeur as conducted by Max Dax on Nadine Endtner’s great blog VISUAL THOUGHTS on photogryphy.

Situation 32: Olaf Nicolai

  

  III.
In the woods there is a bird;
his song stops you and makes you blush.
There is a clock that never strikes.
There is a hollow with a nest of white beasts.

  There is a cathedral that goes down and a lake that goes up.
There is a little carriage abandoned in the copse
or that goes running down the road beribboned.
There is a troupe of little actors in costume, glimpsed on the road
through the border of the woods.
And then, when you are hungry and thirsty,
there is someone who drives you away.
(A. Rimbaud)

  Listen to „In the woods there is a bird…“

Situation 31: Norman Fairbanks

  

Situation 29: u.d. bauer

  

Situation 30: Bob Rutman and Elena Costelian

  

Situation 28: Thomas Meinecke

  

  © 2017 by Robert Defcon, Labor Defcon und Santa Lucia Galerie der Gespräche

– 00:00 ff.: Intro
– 02:30 ff.: über Neapel, Italophilie, Reisen und Schreiben
– 14:38 ff.: über das Katholische, Kardinal Ratzinger, Glücksbringer und Todesanzeigen
– 21:16 ff.: über die Biennale in Venedig, Anne Imhof, Damien Hirst und Mainstream
– 26:03 ff: über Andy Warhol, das Interview-Magazin, Mode und Verzweiflung, Roxy Music und Pop
– 31:33 ff: über fast 30 Jahre F.S.K., Luigi Russolo, »Ein Haufen Scheiss und ein zertrümmertes Klavier«, Zitatpop und Art School
– 43:48 ff: über sein Leben als Autor, Musiker, DJ und Ehemann, Siegfried Unseld, Camp und Feminismus

Situation 27: STRRR TV Launch Party

  

STRRR is the future of horizon-expanding television, where superstars and brilliant newcomers hailing from the world of music, art, design, film, and fashion present their favorite clips, films, and videos through the nearly unlimited archives of YouTube and Vimeo. Each meticulously crafted episode presents a self-portrait of the selector which allows the public never before seen insight into their life and work. In STRRR’s first season, among others, DJ Hell, H.P. Baxxter, pianist Alice Sara Ott, the award-winning director Ana Lily Amirpour, art curator Markus Müller (Venice Biennale 2015), “Kompakt” co-founder Wolfgang Voigt and UK Grime shooting star Shogun give in-depth interviews in which they speak about important clips that played a key role in terms of influencing their lives and careers.
The editorial team is led by Max Dax (former editor-in-chief of Spex and Electronic Beats). STRRR’s long-term goal: to create a deep bond between creator and audience. Max explains: “STRRR depicts important social, human topics as well as pop-cultural sensations. The viewer is experiencing the superstars‘ key media encounters from their vantage point.”
STRRR is the answer to media usage that has increasingly become controlled by algorithms. Everyone is familiar with suggestive phrases like “This might be of interest to you” or “You might also enjoy this video” and the accompanying numbing feeling that comes with being caught in a YouTube black hole. Carefully chosen selectors replace the role of artificial intelligence with STRRR. They curate the Internet from an unprecedented perspective, presenting thematic topics and giving the viewer a new approach to the world’s largest video archives. Many of us remember the golden age when music television was still music television. A time in which people sat spellbound in front of the TV, continuously experiencing the new, the undiscovered, and the unheard of through the filter of the era’s greatest tastemakers.
„At STRRR, we value people more than algorithms,“ Daniel Brandt, founder of STRRR, explains. „STRRR broadcasts Internet TV formats that no search engine or recommendation algorithm could ever replicate. STRRR stands for a human, and therefore always surprising take on the culture that connects us in the digital age. This approach is embedded into each selector’s DNA.”
In terms of subjects covered, STRRR has no boundaries as the number of host-selectors is constantly expanding. Both the underground scene and larger, society-based themes are meant to play an equally important role. Neither the newest nor the most sensationalized clips are the focus, but rather a decelerated yet entertaining form of storytelling.
STRRR (www.strrr.tv) launches in May 2017 and is free. STRRR can be experienced via a laptop, tablet, or smartphone. Apps for Smart TV, Apple TV, and Amazon Fire TV will be available in the future.

Situation 26: “Forced Play” / Sophia Tabatadze

  

Sophia Tabatadze’s exhibition (April 27 – May 3) “Forced Play” features drawings and sculptures made from paper and wood. These structures are called islands; they stand as floating pieces, being individuals as well as intersecting with each other. Components of these islands are national symbols, flags, pie-chart like shapes and welcome signs that are not very welcoming. Also included in the exhibition are text entries about personal struggles while making these works in 2010-2011.

Sophia Tabatadzes Ausstellung „Forced Play“ (27. April bis 3. Mai) zeigt Zeichnungen und Skulpturen aus Papier und Holz. Die „Inseln“ betitelten Skulpturen stehen sowohl für sich selbst, als sie auch im Kontext miteinander kommunizieren. Bestandteile dieser Inseln sind Nationalsymbole, Nationalflaggen, Tortengrafike und Willkommensbotschaften, die nicht unbedingt sehr einladend wirken. Abgerundet wird die Ausstellung mit Texten über persönliche Auseinandersetzungen in den Jahren 2010-2011, als die Arbeiten entstanden.

The opening of Sophia Tabatadze’s exhibition is on April 27, 4-8pm. Die Ausstellungseröffnung findet am 27. April von 16-20 Uhr statt.

Situation 25: Neues Licht / Christof Zwiener

  

Aus Fäden konstruiert Christof Zwiener dreidimensionale, flüchtige Skulpturen — diese ephemer konstruierten Raumgebilde stellen unmittelbar die Frage nach ihrer Dauerhaftigkeit und sind durch die bewusste Verankerung mit dem Raum und dessen Aura eine einmalige ortsspezifische Erscheinung.

Ein Leitmotiv von Christof Zwiener ist das Sichtbarmachen des leicht zu Übersehenden. Für die Ausstellung „Neues Licht“ befasst er sich mit Prismen und der Aufspaltung des Lichts in das sichtbare und unsichtbare Spektrum. Die sieben Farben des Lichts — von Rot über Orange, Gelb, Grün, Blau und Indigo bis zum Violett — werden von Zwiener als kurz- bzw. langwellige Fäden dreidimensional im Raum installiert.

Die Eröffnung ist am 17.3. von 18-22 Uhr. Die Ausstellung läuft vom 17.-24.3. — Besichtigungstermine können während dieser Zeit unter mail@santa-lucia.gallery arrangiert werden.